Damen 40: Überwiegend sehr nett!

Eine denkwürdige Saison liegt hinter uns, bei der wir uns wieder nahezu überall beliebt gemacht haben.

Zum ersten Medenspiel fuhren wir nach Bergstedt, auf eine großzügige Anlage inmitten alter Bäume. Die Bergstedter Mädels fanden uns sehr nett, wie sie mehrfach betonten: Kein Wunder, haben sie uns mit 8:1 doch umstandslos vom Platz geputzt. So fand das abschließende Essen, Nudeln mit italienischer Gemüsesoße, in aufgeräumter Atmosphäre statt. Lediglich eine große Blonde schaute etwas säuerlich: Das war die Gegnerin von Britta. Sie hatte nach einem erbitterten Hitzekampf in drei Sätzen verloren.

Das nächste Spiel sollte am 24. Mai vor heimischer Kulisse starten. Und zwar um 14 Uhr. Unser Gastteam vom Flottmarscher SC rückte allerdings morgens um 8:30 Uhr an und konnte oder wollte nicht warten, bis wir alle informiert und auf den Platz gebracht hatten. – Wir waren wiederum sehr kooperativ und einigten uns auf einen Nachholtermin, statt eben einmal neun Punkte für Elbe-Bille zu kassieren. Nachmittags spielten wir auf unseren leeren Plätzen freundschaftliche Trainingsspiele und bereiteten unsere leckeren Salate für uns selbst zu.

In Flottbek beim THC Rot-Gelb kämpften wir am 7. Juni, dem Tag der Europawahl, nicht nur gegen den Regen, der uns wiederholt zu Pausen zwang, sondern auch gegen starke Gegnerinnen. Doris spielte ihr erstes Einzel, kaum dass sie zählen gelernt  hatte. Ihre Gegnerin Nina freute sich überschwänglich, hatte sie doch endlich einmal Erfolg: Mit zwei kurze Sätzen gewann sie zum ersten Mal in ihrer gesamten Tennislaufbahn. Gerne gaben uns die Gastgeberinnen Rhabarber-Schorle und Pro-Secco aus. Wir sind sehr günstig weg gekommen. Selbst Katrin, die mehrere Sätze in Einzel und Doppel gewonnen hat, musste sich am Ende geschlagen geben – und wieder einladen lassen.

Zuletzt teilten wir Putenröllchen, frisches Bohnengemüse und Kartoffelecken mit fröhlichen Flottbekerinnen. Sie versicherten uns wiederholt, dass wir ein ausgesprochen nettes Team seien.

Der SC Concordia kam zur rechten Zeit zum Heimspiel, bei sonnigem Wetter zu Sommeranfang. Entspannt gewannen sie alle Spiele. Allein Elke hielt sich auf Platz 1 hervorragend und beglückte die heimische Kulisse mit raffinierten Spielzügen. Höflich wie sie ist, wollte sie die Stimmung dennoch nicht durch einen Sieg belasten: Sie verlor knapp nach guter Show – gegen eine sehr starke 39-Jährige.

Highlight des Tages war das hervorragende Abendessen: Die Männer – Willi und Michael - grillten für uns Frauen, Willi servierte in Perfektion. Zuerst durften immer die Gäste wählen. Sie griffen beherzt zu, nicht nur beim Fleisch sondern auch bei den Backkartoffeln und beim Kräuterquark, beim Salatbüffet mit knackigen Gurken von Ilka und feinen Tomaten aus Monika Sannmanns Garten: Da war die Landküche doch wieder Trumpf. Sie verließen uns in Hochstimmung und bedankten sich herzlich.

Unseren persönlichen Triumph erlebten wir am 27. Juni, dem Tag des Siebenschläfers. Die Unkenrufe der Männer hallten noch in den Ohren: „Elbe-Bille 0/9 fährt wieder los“. Dennoch fuhren wir motiviert und hellwach mit Birtes Wagen zum Nachholspiel nach Flottbek, leider nur zu fünft. Unsere Nummer eins war die ganze Saison über verhindert, Nummer 5  war krank und Nummer 7 verletzt.

Auf den drei Plätzen des Gastteams spielten wir stark auf, Britta und Elke gewannen ihre Einzel. Doris besiegte im ersten Satz ihre Gegnerin mit 6:3, verlor den zweiten unglücklich und dank spezieller Zählweise und musste sich letztlich der geballten Erfahrung von geschätzten 75 Jahren geschlagen geben. Obwohl sie weiterhin zähen Widerstand zu leisten versuchten, verloren die müde gespielten Gastgeberinnen daraufhin ihre beiden Doppel. Hille und Birte gewannen in zwei Sätzen, Britta und Elke letztlich klar in dreien. Damit hatten wir vier von sieben Spielen gewonnen und wurden zumindest moralische Sieger. Das abschließende Abendessen verlief weniger harmonisch als die bisherigen, wir wurden zum ersten Mal nicht als nett gelobt. Dennoch wurden wir mit köstlichem hausgemachten Gulasch, Nudeln, Spätzle und riesigen Salaten verwöhnt und verabschiedeten und in ausgelassener Stimmung.

Im Auto, zurück auf dem Weg nach Vierlanden, haben wir uns vorgenommen: Im nächsten Jahr wollen wir ein wenig weniger nett sein!

Doris Burger (Tel. 040/4726969), Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 




 
















































 
















 

     
 
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